Das Konzept eines Stangenlademagazins

Erfahren Sie hier mehr über die grundsätzlichen Bauarten und Arbeitsweisen von Stangenlademagazinen.

Auf einer seitlichen Auflage (schräge Ebene) werden Materialstangen bereitgestellt. Es handelt sich dabei in der Regel um Stangen mit runder, hexagonaler oder quadratischer Außenkontur, wobei sowohl Vollquerschnitte als auch rohrförmige Querschnitte aus unterschiedlichsten Werkstoffen auftreten können. Die Stangendurchmesser bzw. Schlüsselweiten bewegen sich hierbei in einem Bereich zwischen ca. 1 und 100 mm.

Die Länge der Stangen variiert je nach Einsatzbereich des Lademagazins zwischen 1.000 und 6.000 mm. In Sonderfällen bietet FMB auch kundenspezifische Lösungen für andere Längen an. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen Stangenlademagazinen, die entweder für Einspindel- oder Mehrspindeldrehmaschinen konzipiert sind.

Bei den Lademagazinen für Einspindeldrehmaschinen wird unterschieden, ob die zu verarbeitenden Materialstangen vorab soweit gekürzt werden, dass sie nicht über die Länge der Drehmaschinenspindel hinausragen, oder ob die Materialstangen länger sind und somit auch außerhalb der Drehmaschine noch geführt werden müssen. Im ersten Fall spricht man von „Kurzstangen“, die mittels sogenannten Kurzladern der Drehmaschine zugeführt werden. Im zweiten Fall spricht man von „Langstangen“, die in der Regel zwischen 2.000 und 6.000 mm lang sind.

Die seitliche Auflage dient neben der Materialbereitstellung auch der Bevorratung einer gewissen Anzahl von Stangen, um möglichst lange ohne manuellen Eingriff des Bedieners die gewünschten Teile automatisiert produzieren zu können.

Von der Auflage wird die Materialstange einzeln in einen Führungskanal oder eine offene Führungsrinne übergeben und von dort mittels einer Vorschubeinrichtung in die Spindel bzw. die Spannzange oder das Spannfutter der Drehmaschine geschoben. Nachdem die Drehbearbeitung eines Teils abgeschlossen ist und dieses abgestochen wurde, schiebt das Lademagazin die Materialstange um die definierte Teilelänge schrittweise nach, bis die Materialstange abgearbeitet ist. Danach beginnt durch Übergabe einer neuen Stange der Zyklus von vorne.

Bei Lademagazinen für „Langstangen“ unterscheidet man bei FMB aufgrund der geforderten Führungsaufgabe der Materialstange im Lademagazin zwischen Maschinenkonzepten mit einem geschlossenen Führungskanal, der öldurchflutet wird und somit eine hydrodynamische Lagerwirkung erzeugt, und einem offenen Konzept, bei dem die Materialstange in kugelgelagerten Führungsbuchsen aufgenommen wird.

Mehr Einzelheiten zu den unterschiedlichen Lademagazinkonzepten von FMB finden Sie unter den jeweiligen Produktkategorien.