Die Funktionsweise des FMB Hinterladers

Erfahren Sie hier mehr über das Konzept eines Hinterladers und die Vorteile der FMB MT-Baureihe

Auf mehreren Ebenen einer seitlichen Auflage (schräge Ebene) oder optional durch einen integrierten Bündelförderer werden Materialstangen bereitgestellt. Es handelt sich dabei in der Regel um Stangen mit runder, hexagonaler oder quadratischer Außenkontur, die in unterschiedlichsten Werkstoffen auftreten können. Die Stangendurchmesser bewegen sich hierbei in einem Bereich zwischen ca. 5 und 51 mm.

Die Länge der Stangen variiert im Einsatzbereich von Hinterladern für Mehrspindeldrehautomaten in der Regel zwischen ca. 3.000 und 4.000 mm.

Die Funktionsweise des FMB Hinterladers
links: MT51 MA mit Mehrfachauflage
rechts: MT51 BF mit Bündelförderer

Die erwähnte Auflage in mehreren Ebenen oder auch ein Bündelförderer hat neben der Materialbereitstellung auch noch die Aufgabe, eine gewisse Anzahl von Stangen zu bevorraten, um möglichst lange ohne manuellen Eingriff des Bedieners die gewünschten Teile automatisiert produzieren zu können.

Im Unterschied zu einer Einspindeldrehmaschine sind bei einem Mehrspindeldrehautomaten 4, 6 oder auch 8 Spindeleinheiten in einer Trommel angeordnet, sodass zur Steigerung der Produktivität mehrere Werkstücke gleichzeitig bzw. schrittweise bearbeitet werden können.

Jede dieser Spindeleinheiten wird durch den Hinterlader nacheinander mit einer Materialstange bestückt. Bei der Verwendung eines Hinterladers wird die Materialstange in ganzer Länge in der Trommel des Drehautomaten geführt. Aus diesem magazinierten Vorrat wird jeweils eine Stange vereinzelt und über ein Liftsystem in einem offenen Führungskanal abgelegt. Von dort aus wird die Materialstange durch die Spindelbohrung des Drehautomaten zugeführt, indem das Lademagazin diese mittels einer Vorschubstange durch die Bohrung vorschiebt, wo am werkzeugseitigen Spindelende eine Fixierung durch ein Spannmittel, gewöhnlich eine Spannzange oder ein Spannfutter erfolgt.

Im Anschluss beginnt der Drehprozess, in dessen Verlauf das Stangenende gewöhnlich spanend bearbeitet wird. Die gesamte Stange wird dabei -wie bei der Drehbearbeitung üblich- in Drehung versetzt. Die hier erreichten Drehzahlen sind vom Durchmesser der Materialstange und der Spezifikation des Drehautomaten abhängig. Nach Beendigung des Drehprozesses wird die Spannzange oder das Spannfutter gelöst und die Materialstange je nach Ausführung der Drehmaschine mittels einer in der Spindel integrierten Vorschubzange um die benötigte Teilelänge weitergeschoben. Nach dem erneuten Fixieren der Stange durch das Spannmittel startet der nächste Bearbeitungszyklus. Das entstehende Reststück wird dabei am Ende nach vorne in den Arbeitsraum der Drehmaschine ausgeworfen.